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Surreales Märchen gefällig? Brillant erzählt? Geistreich?
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Rezension bezieht sich auf: Alice im Wunderland (Taschenbuch) Ein Klassiker, natürlich. Wer kennt das Buch nicht? Noch nicht gelesen? Dann sollte man's schleunigst nachholen. Nicht nur Kinder haben ihre Freude an diesem Buch (ach, welch stereotype Formulierung!), auch Erwachsene lesen es erfahrungsgemäß immer wieder mit Freuden, wenn sie sich an Wortspielen und elegant geschwungenen, völlig unglaubwürdigen Geschichten erfreuen können. Mir geht es zumindest so. Alice sieht im Park auf einmal ein weißes Kaninchen vorbeiflitzen, das auf einmal aus seiner Westentasche eine Taschenuhr hervorholt, daraufschaut und ruft "Ach, du meine Güte, ich komm' ja zu spät!". Worauf es in Eile in einem Kaninchenbau verschwindet. Das macht Alice natürlich neugierig, und so springt sie dem seltsamen Tier hinterher. Im Wunderland, in das sie hinabfällt, geschehen dann so einige Dinge, die inzwischen längst in literarischen Werken, Filmen etc. immerwiederkehrende Topoi geworden sind: die verrückte Teegesellschaft etwa, das Fläschchen mit der Aufschrift "Trink mich" (die Alice befolgt - woraufhin sie sogleich zu wachsen beginnt, bis sie riesenhafte Ausmaße angenommen hat), die Grinsekatze und das Krocketspiel bei der Herzkönigin. Alles äußerst eigenartig und äußerst unterhaltsam. Einziger Schönheitsfehler muß sein, daß diesem Buch bei der Übersetzung einige der Sprachspiele etc. verlorengehen, die das englische Original besitzt. Weshalb man zu selbigem raten sollte, wenn die avisierten Leser des Englischen mächtig sind. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 23. August 1999 |